Skip to Content

Dokumentation

 

Unser Obmann der Gruppe West Michael Möckel hat anläßlich der Arbeitstagung der PV Hessen-Nassau in Ockstadt am 28.08.2010 ein interessantes Referat gehalten zum Thema

 

Bewertung der Chabo

 

Sie können daran teilnehmen, wenn Sie das PDF-Dokument anklicken.

 

Bewertung der Chabos (PDF Dokument öffnet sich in neuem Fenster

 


 Leseprobe aus Chabo Rundblick 2011-2

  Studie: Der Chabokopf



Bild bitte anklicken. Das PDF-Dokument öffnet sich in Originalgröße in einem neuen Fenster.
 
 

Auszug aus Rundschreiben Mai 2000
das_ei__1_a.jpg

das_ei__2.jpg
das_ei_3.jpg
das_ei__5_abc.jpg

Auszug aus Rundschreiben Februar 1999

fruchtbarkeit_zuchthhne_1a.jpg

fruchtbarkeit_zuchthhne_2a.jpg

Diese äußerst interessante Pullorum - Dokumentation erscheint im pdf-Format (bitte klicken Sie hier)

Mit freundlicher Genehmigung der Verfassers Herrn Obmann Ralf George.

Chabo – die Lizenz zum Träumen

Wir rätseln noch heute über die Hintergründe ihrer Entstehung und noch viel mehr, wie es geschehen konnte, nur mit der mündlichen Weitergabe von Ideen über tausend Generationen den Typ zu festigen. Dazu noch in einer geographischen Verbreitung, die auch Inselpopulationen hervorbringen konnte. Wir wissen seit Darwin von den kleinen Gruppen, also Populationen, die wie in unserem Fall eine Nische durch Zuchtwahl belegten. Geographisch getrennt können Unterschiede entstanden sein, die vermutlich zu Chabo ähnlichen Erscheinungen geführt haben. Das Ganze ist so spannend und immer wieder werden Versuche unternommen, mehr darüber zu erfahren. Bisher vergeblich, es wird uns vermutlich für immer verschlossen bleiben. In die Gegenwart ist uns ein Zwerghuhn gegeben, das, wie das umseitige Bild zeigt, zwar sehr klein ist und trotzdem Kraft vermittelt und sich auch in einem etwas rustikalen Biotop wohl fühlt. Es braucht nicht viel Phantasie dazu, um sich vorzustellen, wie die Tiere gesund und widerstandsfähig auch bei schlechtem Wetter den Tag verbringen. Ist ihnen ein genügend großer Auslauf gegeben, werden sie am Abend mit vollen Kröpfen den Stall aufsuchen, vielleicht noch kleine Leckerbissen aufnehmen, da die Tiere die betreuende Person meist erfolgreich animieren, solche zu reichen. So kommt auch das den Chabo eigene Wesen ins Spiel. Und genau das unterscheidet die Urzwerge von nahezu allen anderen Rassen. Sie unterhalten ganze Familien erfolgreich, sind pflegeleicht und passen sich den Gegebenheiten erstaunlich schnell an. Besser gesagt - die Tiere versuchen ihre Wesensart durchzusetzen und sind zuweilen sehr erfinderisch. Es treten Situationen ein, die in keinem Buch zu lesen sind, vielleicht sich auch so ergeben, wie sie den ursprünglichen Vorstellungen überhaupt nicht entsprechen, die auch gar nicht gewollt sind, weil sie bislang unbekannt waren. Ist eine solche Begebenheit eingetreten, dann entsteht am Ende das Gefühl, dass das etwas ist, was man schon immer so wollte. Dabei geht es um Erlebnis und Emotion. Emotionen, die in Leidenschaft übergehen können. Eine Leidenschaft von Menschen, die etwas erreichen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen. Chabo sind alles, außer gewöhnlich. Die am Schluss gezeigte Henne ist in den schönsten Tagen ihres Lebens fotografiert. Elegant mit einer so typischen Rückenlinie und einer wunderbaren Farbe noch dazu. Es wäre schade, wenn nur der Züchter selbst sich an diesem Anblick erfreuen könnte. Deshalb bieten unsere Ausstellungen den Platz, auch andere an unserer Freude mit den Chabo und ihrer Schönheit teilhaben zu lassen. Der Züchter wird für sein tägliches Mühen um seine Tiere belohnt und präsentiert gerne seine Zuchtergebnisse zur Freude vieler, die meist staunend den Anblick genießen. Das Bild vermittelt den Eindruck, dass auch die Henne um ihre Ausstrahlung weiß, so typisch, wie sie sich zeigt. Nur knapp drei Wochen bleibt der Henne diese Schönheit erhalten. Mit dem Legebeginn verändert sich die Gefiederfarbe. Das Obergefieder wird dann leicht fleckig und trotzdem verliert das Tier nichts von seinem Reiz. Es tritt die Verlässlichkeit bei der Eiablage und dem Brutverhalten in den Vordergrund. Und, wird die Henne zur führenden Glucke, dann ist der emotionale Höhepunkt mit Sicherheit erreicht. Fürsorglich werden die Küken geführt, das Futter gezeigt und schließlich auch gewärmt. Da kommt pure Freude auf, besonders dann, wenn die Glucke mit ihren Küken in einer zwar einfachen aber sehr gut einsehbaren Umgebung untergebracht ist. Die mit der Beobachtung verbundene Zeit gehört mit zu den schönsten Stunden des Züchtens. Niemand kann sich einer aufkommenden Begeisterung entziehen. Alt und Jung fühlt sich davon gleichermaßen angezogen und besonders Kinder empfinden auf ihre Art eben noch ganz natürlich. Doch noch einmal zurück zu dem Foto. Schönheit lässt sich nur annähernd mit Worten beschreiben. Ungleich schwieriger ist es, das mit den Chabo gleichzeitig verbundene Wesen zu erfassen. Die asiatische Weisheit – Ein Mal sehen ist besser als 100 Mal hören – trifft bestimmt ins Schwarze. Wer möchte nicht so schöne Chabo in seinen Garten haben, davon träumen und noch besser einen solchen Traum ausleben. Es gehört nicht viel dazu – etwas Ausdauer, ein bisschen Glück und Zeit, die später in angenehmer Erinnerung bleibt. Nicht alle bei den Chabo vorkommenden Farben sind so lichtempfindlich wie vorher beschrieben. Es gibt im Übrigen sehr viele Farbenschläge, die alle ihre Anhänger finden, weil die Menschen einfach ganz unterschiedlich empfinden. Manfred Bartl