Farbschläge

Blau

Blau

    • 0,1 blau - gelockt

      Züchter: Florian Schwarz

    • 0,1 blau - seidenfiedrig

      Züchter: Hartmut Renken

    • 1,0 blau

      Züchter: Florian Schwarz

Beschreibung

Spalterbiges Blau in hellerer oder dunklerer Tönung mit mehr oder weniger Säumung. Behänge und Flügeldecken der Hähne dunkleres blau bis schwarzblau.
Augenfarbe: orangerot bis hellkastanienbraun.
Lauffarbe: gelb mit grauem Anflug.
Sohlen: gelb.
Grobe Fehler: stark scheckige Grundfarbe; Rost oder Silber in den Behängen; schwarze Federn mit Grünlack; dunkles Gesicht oder dunkler Kamm.

Züchter Informationen von Hartmut Renken

Haben Chabo für sich schon eine hohe Anziehung, die bei der Auswahl eines Farbenschlags mit der Farbe „Blau“ noch eine Steigerung erfährt. Die Blauen sind auch wirklich schön anzusehen, weshalb häufig die Wahl dafür ausfällt. Trotzdem bleibt es ein begrenzter Personenkreis, der sich nachhaltig damit beschäftigt. Dies müsste jedoch so nicht sein, wenn man sich verdeutlicht, welche Eigenheiten mit dem Farbenschlag verbunden sind. Das Blau ist kein Taubenblau, sondern i.R. viel dunkler und jede Feder ist mit einem Saum versehen, also keine durchgehende gleichmäßige Farbe. Zudem sind die Hähne dunkler als die Hennen gefärbt. Aber das Blau bei den Hühnern ist etwas Besonderes. Es gibt auch hellere Tiere ohne Säumung bis zu der ganz hellen Tönung dem Perlgrau. Jeder der mit nur blauen Tieren züchtet, muss in der Nachzucht mit der Aufspaltung der Farben rechnen. Es fallen schwarze und auch weißliche Tiere. Nach Mendel sind es 50% blau-gesäumte, 25% schwarze und 25% weißliche Tiere. Die Regel stimmt, jedoch ist es nicht das Ergebnis bei jedem Schlupf. Also der Hühnerhof wird bunter. Für die Weiterzucht wird dann eine gewisse Disziplin notwendig, sonst läuft das Farbenspiel schnell aus dem Runder. Gerade dieses Erfordernis macht die Zucht so spannend und reizvoll.

Gelb mit blauem Schwanz

Gelb mit blauem Schwanz

Beschreibung

Zeichnung wie bei Weiß mit schwarzem Schwanz. Als Grundfarbe wird ein sattes, gleichmäßiges Gelb angestrebt; beim Hahn geschlechtsbedingt etwas intensiver. Die Zeichnungsfarbe anstatt schwarz ein sattes graublau, beim Hahn etwas dunkler; Untergefieder gelblich;
Augenfarbe: orangerot;
Lauffarbe: gelb.
Grobe Fehler: zu helle oder rötliche Grundfarbe; blaue Halszeichnung; viel gelb oder schwarz im Schwanz; Schilf.

Gelb mit schwarzem Schwanz

Gelb mit schwarzem Schwanz

    • 0,1 Gelb mit schwarzem Schwanz

      Züchter: Lütkehellweg

    • 0,1 Gelb mit schwarzem Schwanz

      Züchter: Dieter Niemeyer

    • 0,1 Gelb mit schwarzem Schwanz - seidenfiedrig

      Züchter: Marahrens

Beschreibung

Zeichnung wie bei Weiß mit schwarzem Schwanz. Als Grundfarbe wird sattes, gleichmäßiges Gelb angestrebt; beim Hahn geschlechtsbedingt intensiver. Untergefieder hellgelb.
Augenfarbe: orangerot;
Lauffarbe: gelb.
Grobe Fehler: schwarze Halszeichnung; Mantelzeichnung; überwiegend gelber Schwanz; Schilf.

Züchter Information von Klaus Aurich

Dieser Farbenschlag gehört mit zu den ältesten Farben und ist wohl in Anlehnung zu den Weißen mit schwarzem Schwanz entstanden. Wohltuend und immer wieder reizvoll anzuschauen, jedoch nie ganz perfekt, sind die Tiere. Vermutlich auch deshalb, weil kleine Farbnuancen den Unterschied im Empfinden des Betrachters ausmachen. In erster Linie soll das Gefieder gleichmäßig gelb sein. Dabei ist der Hahn in seinem Erscheinungsbild etwas dunkler als die Henne. Vor allem ist es kein helles Gelb wie es bei verzwergten Rassen zu finden ist. Im Kontrast steht die schwarze Schwanzfarbe. Für die Zucht sind die ganz schwarz durchgefärbten Schwanzfedern zu bevorzugen, obwohl bei den Haupt- und Nebensicheln eine schmale gelbe Säumung gewünscht ist. Man beugt damit der Aufhellung in der Schwanzfarbe vor.

Nun ein Wort zur Farbempfindlichkeit. Hier blicke ich auf 40 Jahre Erfahrung zurück. Meine Tiere werden im Freien aufgezogen und auch das Jahr über gehalten. Hier ist mit dem Angebot von ausreichend Schatten, der gleichzeitig ein Schutz vor Greifvögel ist, eine ausreichende Vorkehrung gegeben.

Schön sind die Tiere besonders dann, wenn durch eine angemessene Kleinheit (1,0 =600g und 0,1 = 500g) der Typ der Chabo unterstrichen wird. Je nach dem gebotenen Ambiente sind diese Chabo die „Goldtupfen“ im Garten. Dabei macht es keinen Unterschied ob es eine große Herde oder ein kleiner Stamm ist. Es muss eben die Umgebung dazu passen.

Gelb mit weißen Tupfen

Gelb mit weißen Tupfen

    • 0,1 Gelb mit weißen Tupfen

      Züchter: Hartmut Renken

    • 0,1 Gelb mit weißen Tupfen - gelockt

      Züchter: Helmut Wagner

    • 1,0 Gelb mit weißen Tupfen

      Züchter: Bernhard Hoch

Beschreibung

HAHN: satte, rötlichgelbe Grundfarbe; in Hals- und Sattelbehang sowie insbesondere auf Flügeldecken und Rücken intensiver; Hals- und Sattelbehang mit angedeuteten, schmalen, weißen Schaftstrichen und weißen Federspitzen; kleine weiße Spritzer auf den Flügeldecken gestattet; Brust-, Schenkel- und Bauchfedern mit möglichst runden, reinweißen Endtupfen; Handschwingen gelb mit weißem Außenrand; Armschwingen-Innenfahne weiß; Außenfahne gelb mit weißen Federenden, sodass der zusammengelegte Flügel mit sattgelbem Flügeldreieck und weißer Treppenzeichnung erscheint; die großen Flügeldeckfedern (Binden) sattgelb mit runden, weißen Endtupfen; Schwanz weiß, kleinere Beisicheln mit mehr oder weniger gelber Säumung und Einlagerungen; einzelne schwarze Spritzer gestattet.

HENNE: sattgelbe, möglichst gleichmäßige Grundfarbe; Halsbehang in der Grundfarbe etwas satter mit angedeuteten weißen Schaftstrichen und weißen Endtupfen; Körpergefieder möglichst gleichmäßig mit annähernd runden, weißen Endtupfen gezeichnet;
Schwanz gelb, nach dem Ende hin weiß;
Arm- und Handschwingen sowie Flügeldreieck wie beim Hahn.
Augenfarbe: orangerot; Lauffarbe: gelb

Grobe Fehler: zu helle, zu rote, zu bräunliche oder zu ungleichmäßige Grundfarbe; zu grobe, ungleichmäßige, verschwommene oder fehlende Tupfenzeichung; Säumung: zu breite weiße Schaftstrichzeichnung in den Behängen; weiß im Flügeldreieck; stark unreine Schwanzfarbe; viele schwarze oder blaue Spritzer im Gefieder.

Gesperbert

Gesperbert

    • 0,1 Gesperbert - gelockt

      Züchter: Udo Ahrens

    • 0,1 Gesperbert - seidenfiedrig

      Züchter: Udo Ahrens

    • 1,0 Gesperbert

      Züchter: Michael Ferl

Beschreibung

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von dunkelschiefergrau und hellblaugrau quer gesperbert; beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Felder etwas breiter als die hellen; die Zeichnung ist nicht scharf abgegrenzt.
Augenfarbe: orangerot.
Lauffarbe: gelb, leichter grauer Anflug gestattet.
Grobe Fehler: starker Rost in den Behängen; Schilf,

Züchter Information von Udo Ahrens

Nie in der ersten Reihe, aber immer da. So lässt sich die Beliebtheit gesperberter Chabo simpel beschreiben. Gegeben hat es sie eigentlich immer, was auch durch Fotos reichlich belegt ist. Besonders im Osten des Landes, dies wurde nach der Wende sehr deutlich, gab und gibt es eine hohe Affinität zu diesem Farbenschlag. Bei den uns bekannten gesperberten Chabo ist die Farbverteilung auf der Basis von Schwarz angelegt. Sperberung wird aber auch bei Chabo in gelber, roter oder blauer Grundfarbe beschrieben oder aber auch auf Basis der Wildfarbe als kennfarbig.

Die züchterische Herausforderung bei gesperberten Chabo sind durchgängig gezeichnete Steuerferdern und Hauptsicheln beim Hahn, gleichzeitig aber eine klare Sperberung bei der Henne. Dies gelingt bei Rassen mit kürzeren Ferdern leichter, da zeichnungsfreie Felder, beim Hahn störendes weiß, besser abgedeckt werden. Eine enge Streifung, wie z.B. bei den Plymouth Rocks, ist bei Chabo nicht zu erreichen. Chabo befiedern schneller und so sind die aufgehellten Federfelder nicht scharf abgegrenzt und leicht bogig im Verlauf. Dazu ist die Sperberung, besonders bei der Henne viel gröber. Der Attraktivität tut dies keinen Abbruch. Die Gesperberten wirken im Farbbild auf den Betrachter ruhiger als die scharfe Streifung.

Schon am ersten Lebenstag lässt sich oft das Geschlecht bei gesperberten Küken zuordnen. Wenn die Eltern reinerbig sind, ist das Hähnchen in der Regel deutlich heller. Charakteristisch ist der helle „Sperberfleck“ auf dem Kopf der Küken. So lassen sie sich leicht von anderen Farben unterscheiden (die Fotos belegen das anschaulich).

In den letzten Jahren haben die Ausstellungen gezeigt, dass der Liebhaberkreis dieser Farbe recht stabil geworden ist. Auf jeder Sonderschau sind Gesperberte vertreten. Die Hennen eignen sich auch besonders im zweiten und dritten Jahr für den Ausstellungskäfig, da die Sperberung im Alter aufhellt. Aus gleichem Grund wird man nur selten einen Hahn sehen, der als Alttier im Schwanz noch durchgängig gezeichnet ist. Falls doch, so sind diese Hähne seltene Perlen von hohem züchterischen Wert.

Goldhalsig
    • 0,1 Goldhalsig

      Züchter: Hermann Seeböck

    • 0,1 Goldhalsig

      Züchter: H.-H. Huhs

    • 1,0 Goldhalsig

      Züchter: Manfred Kraft

Beschreibung

HAHN: Kopf orangerot. Hals leuchtend goldgelb mit schwarzen Schaftstrichen; Sattel goldorange mit schwachen Schaftstrichen oder ohne Schaftstriche; Flügeldecken und Rücken leuchtend braunrot; Handschwingen schwarz mit braunem Außenrand; Armschwingen-Innenfahne schwarz, Außenfahne hellbraun (Flügeldreieck); Brust, Bauch und Schenkel schwarz; Flügelbinden und Schwanz schwarz mit Grünglanz,

HENNE: Kopf- und Halsgefieder goldgelb mit schwarzen Schaftstrichen; Mantelgefieder goldbraun mit schwarzer Rieselung und goldgelber Nervzeichnung; Brust lachsfarbig; Schenkel, Bauch und Schwanz graubraun.
Augenfarbe: orangerot;
Lauffarbe:gelb mit leichtem gräulichen Anflug.

Grobe Fehler: schwarze Köpfe; matte Grundfarbe; beim HAHN: zu brauneBrust; bei der HENNE: zu breite, goldfarbige Säumung im Mantelgefieder.

Züchter Information von Manfred Kraft

Von den dreiundzwanzig Farbschlägen, die es bei den Chabo gibt (im Standard anerkannt), gehören die Goldhalsigen ohne Zweifel mit zu den seltenen Farbschlägen dieser Rasse.

Der erste Sichtkontakt mit dieser Farbvariante löste bei mir eine Faszination aus, die mich bis heute nicht loslässt. Die Zucht dieses Farbschlages erwies sich jedoch als nicht ganz einfach, weshalb einige Hinweise angebracht sind.

Die Färbung der Küken soll der den rebhuhnhalsigen Italienerküken sehr ähneln. Die einzelnen Farbpartien im Kükenflaum sollten möglichst rein und kontrastreich voneinander getrennt sein. Nach diesem Prinzip kann man schon im Kükenstall etwas selektieren.

Das Hauptaugenmerk in der Zucht der goldhalsigen Chabo gilt der Grundfarbe. Diese soll eben „goldfarbig“ und nicht goldgelb oder goldrot sein. Zu helle Färbung führt im Mantelgefieder meist zu einer recht breiten Säumung bei der Henne und einer braun durchsetzten Brustfarbe beim Hahn. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rieselung im Hennengefieder. Eine Rieslung wie bei den Italienern ist ohnehin ein Traum. Obwohl bei den Chabo die Rieslung deutlich grober ist, bleibt die Forderung auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung am ganzen Körper ein erstrebenswertes Ziel. Nicht erwünscht ist eine Bänderung. Zu viel Rot auf den Flügeldecken stört den Anblick ebenso und ist auch nicht ganz einfach zu verdrängen.

Es ist ein wenig verbreiteter Farbenschlag und deshalb sehr selten bei Ausstellungen, auch bei Sonderschauen zu sehen. Schade, denn es ist eine sehr attraktive Erscheinung. Dafür werden einfach Züchter gesucht, um die Zuchtbasis zu verbreitern.

Gold-Porzellanfarbig

Gold-Porzellanfarbig

    • 0,1 Gold-Porzellanfarbig

      Züchter: Bernhard Hoch

    • 0,1 Gold-Porzellanfarbig

      Züchter: Anton Bauer

    • 1,0 Gold-Porzellanfarbig

      Züchter: Udo Ahlers

Beschreibung

HAHN: Grundfarbe ist ein lichtes, reines goldbraun; jede Feder möglichst mit einem schwarzen Tupfen und weißer Perle; Grundfarbe in Hals- und Sattelbehang intensiver; Schultern und Rücken rotbraun; Armschwingen innen schwarz, außen braun (Flügeldreieck); Handschwingen schwarz mit braunem Außenrand; Schwingen bei Althähnen mit weißer Endzeichnung; Schwanz schwarz mit weißer Endzeichnung; mehrere weiße Handschwingen beim Althahn gestattet.

HENNE: im gesamten Farb- und Zeichnungsbild der Brust des Hahnes entsprechend; Schwanz schwarz mit weißer Endzeichnung;
Augenfarbe orangerot;
Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: stark verschwommene Zeichnung und starke Pfefferung; lehmige und stark scheckige Grundfarbe.

Züchter Information von Bernhard Hoch

Die gold-porzellanfarbigen Chabo hatten bis vor wenigen Jahren keine große Verbreitung und waren auf den Ausstellungen nur in geringer Zahl vertreten. Es gab zwar immer wieder einzelne Tiere, die überzeugen konnten, aber insgesamt blieb vor allem die Zeichnung der Nachzucht sehr uneinheitlich. Viele Züchter haben immer wieder versucht, Stabilität in Farbe und Form zu bringen. Es ist allerdings nur sehr unvollkommen gelungen. Viele, die sich an dem Farbenschlag versuchten, haben bald wieder aufgegeben, weil die Nachzucht zu sehr differierte und kaum Ausstellungstiere darunter waren.

Das hat sich in den vergangenen Jahren entscheidend geändert. Die Gold-porzellanfarbigen erleben derzeit, was die Anzahl der Züchter und der ausgestellten Tiere betrifft, einen konstanten Zuwachs. Dieser Aufwärtstrend kam nicht zufällig zustande, sondern er lässt sich gewissermaßen an einem Datum festmachen, dem Züchtertreffen 1997 in Seligenstadt.

Damals hat man sich darauf festgelegt, als Zuchtziel die Farbe der gold-porzellanfarbigen Federfüßigen Zwerghühner vorzunehmen, nachdem man zuvor immer wieder diskutierte, ob man den Farbenschlag nicht einfach dreifarbig oder dreibunt nennen und das Farbbild nicht so exakt definieren sollte. Nachdem man sich auf die Gold-porzellanfarbe festgelegt hatte, einigte man sich auf die Einkreuzung von gold-porzellanfarbigen Federfüßigen Zwerghühnern und Ruhlaer Zwerg-Kaulhühnern. Dieses Vorhaben wurde anschließend von mehreren Züchtern mit Elan in Angriff genommen und dauert bis heute an. Dieser Weg war anfangs zwar beschwerlich und führte immer wieder zu Rückschlägen, denn die Einkreuzungen führten selbstverständlich dazu, dass die Form und auch die Beinfarbe gelitten haben. In den letzten Jahren sehen wir aber nun vermehrt Tiere, die farblich dem Ideal schon sehr nahe kommen und auch die typische Chaboform zeigen. Ein großer Erfolg liegt darin, dass in der Nachzucht inzwischen prozentual sehr viel mehr ausstellungsfähige Tiere fallen als das früher der Fall war. Wer mithelfen will, diesen Weg erfolgreich weiter zu gehen und typisch feine gold-porzellanfarbige Chabo zu züchten, die die Farbe und den Typ konsequent vererben, dem können wir eine spannende Zucht und viel Freude beim Betrachten dieser bunten Tiere im Auslauf versprechen.

Gold-Weizenfarbig

Gold-Weizenfarbig

    • 0,1 Gold-Weizenfarbig - gelockt

    • 1,0 Gold-Weizenfarbig

      Züchter: Udo Ahrens

    • 1,0 Gold-Weizenfarbig - Seidenfiedrig

      Züchter: Udo Ahrens

Beschreibung

HAHN: Kopf-, Hals- und Sattelbehang braunrot mit goldfarbener Säumung ohne Schaftstriche; Schultern, Flügeldecken und Rücken hellrotbraun; Binden schwarz mit grünem oder bläulichgrünem Glanz; Handschwingen mattschwarz mit schmalem braunem Außenrand; Armschwingen außen goldbraun (Flügefdreieck), innen mattschwarz; Brust, Bauch und Schenkel schwarz; Schwanz schwarz mit grünem Glanz; braune Säumung der unteren Nebensicheln.

HENNE: Kopf und Halsbehang rötlichbraun mit goldfarbener Säumung; wenig mattschwarze Einlagerungen im unteren Teil gestattet; Rücken und Mantel weizenfarbig; Flügeldreieck etwas dunkler; schwarz auf der Innenfahne von Arm- und Handschwingen; Brust, Bauch und Schenkel hellweizenfarbig; Schwanz grauschwarz mit bräunlicher Schattierung - etwas dunklere Tönung des Gesamtbildes gestattet; Untergefieder grauweizenfarbig gestattet;
Augenfarbe: orangerot;
Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: beim HAHN: viel braun in Schwanz und Brust; strohiger Halsbehang; bei der HENNE: zu helle Farbe in Brust und Kissen; starke Mantel- und Armschwingenzeichnung; Moos oder Pfeffer sowie zu helle, weißliche Säumung im Mantelgefieder.

Züchter-Information von Karl Schlüter

Unter den in Deutschland anerkannten 23 Farb- und Zeichnungsvarianten haben die „GOLD-WEIZENFARBIGEN“ in den letzten Jahren einen stetig wachsenden Liebhaberkreis gefunden. Einzigartig ist dieser Farbenschlag, der genetisch der Wildfarbe zuzuordnen ist, durch ihre scheinbar gegensätzliche Gefieder- und Zeichnungsfarbe beim Hahn und der Henne. Die Weizenfarbe ist nur beim weiblichen Tier geschlechtsgebunden, der Hahn dagegen variiert vom dunkelrot bis zum goldfarbigen Mantelgefieder, das Schwanz-, Brust-, Bauch- und Schenkelgefieder sollte möglichst schwarz sein. Eine Schaftstrichzeichnung im Hals- und Sattelbehang ist verpönt. Die gleichmäßige Mantelfarbe der Henne sollte sich deutlich heller von der Halsgefiederfarbe abheben. Anzustreben ist ein helles Untergefieder - speziell bei den Hennen in den Federvarianten „gelockt“ und „seidenfiedrig“ kommt die Weizenfarbe dann erst voll zur Geltung. Die Küken haben ein rahmweißes Flaumkleid, bereits nach drei Wochen lassen sich die Geschlechter gut erkennen, die Hähnchen entwickeln sich dann bereits in ihrem schwarzbunten Gefieder.

Vollendete „Gold-weizenfarbige“ konnte ich 2001 auch bei Züchtern in Thailand bestaunen, dort werden sie unter der Bezeichnung „thai color“ ausgestellt. Mich hat dieser Farbenschlag erstmals vor 40 Jahren bei Kurt Michel in Garbsen fasziniert, auf grünem Rasen gaben seine „Original – Japaner“ einen beeindruckendes Bild ab. Künftige Liebhaber und Züchter werden an diesen vitalen Spezies viel Freude haben, sie legen ein 30 Gramm schweres Ei und pflegen auch ihren angeborenen Bruttrieb.

Perlgrau

Perlgrau

Perlgrau mit weissen Tupfen

Perlgrau mit weissen Tupfen

Beschreibung

In der Grundfarbe gleichmäßig hellgraublau, beim Hahn auf den Decken etwas dunkler gestattet; möglichst alle Federn mit weißen, gut abgesetzten Endtupfen; Zeichnungsform und -entwicklung wie bei Schwarz mit weißen Tupfen.

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: unreine, bräunlich angelaufene Grundfarbe; zerschlissene Federstruktur bei Glatt- oder Gelocktfedrigkeit; Zeichnungsfehler wie bei Schwarz mit weißen Tupfen

Rebhuhnfarbig gebändert

Rebhuhnfarbig gebändert

Beschreibung

HAHN: Hals- und Sattelbehang goldbraun, zu den Federspitzen hin heller werdend, mit schwärzlichen Schaftstrichen; Rücken und Flügeldecken rötlichbraun; Handschwingen und Flügelbinden schwarz mit schmalem, braunem Rand; Armschwingen außen braun, innen schwarz (Flügeldreieck goldbraun); Brust, Bauch und Schenke! schwarz mit angedeuteter, brauner Bänderungszeichnung und braunem Federrand; Schwanz schwarz mit grünem Glanz; Untergefieder grau.

HENNE: Brust und Mantelgefieder sattes goldbraun, jede Feder mit zwei - bis dreifacher derFederform folgender schwarzer Bänderung; Halsbehang in Farbe und Zeichnung wie das Mantelgefieder - mit breitem satt goldfarbenem Schmucksaum und hellem Federkiel; Schwanz dunkelgraubraun mit angedeuteter Zeichnung; Untergefieder bräunlichgrau;

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb mit leichtem bräunlichgrauem Anflug.

Grobe Fehler: Schwarze Köpfe; zu helle Grundfarbe; mangelhafte Bänderungsanlage bei der Henne.

Rot mit weissen Tupfen

Rot mit weissen Tupfen

    • 0,1 Rot mit weissen Tupfen

      Züchter: Hartmut Renken

    • 1,0 Rot mit weissen Tupfen

      Züchter: Hartmut Renken

    • 1,0 Rot mit weissen Tupfen - gelockt

      Züchter: Hartmut Renken

Beschreibung

In der Grundfarbe ein gleichmäßiges und intensives Rot, wobei der Hahn, insbesondere im Schmuckgefieder dunkler ist als die Henne. Die weiße Tupfenzeichnung entspricht der des Farbenschlags Gelb mit weißen Tupfen. Im Schwanz möglichst geringe, rötliche Einlagerungen vorerst gestattet.

Augenfarbe orangerot. Lauffarbe gelb.

Züchter-Information von Hartmut Renken

(Rot mit weissen Tupfen wurde ab 2012 als vierundzwanzigste Farbe in Deutschland anerkannt.)

Seit 18 Jahren versuche ich mich in der Zucht der roten Chabo mit weißen Tupfen. Begonnen habe ich mit einem dunklen 1,0 gelb mit weißen Tupfen an den eine federfüßige Zwerghenne in rot mit weißen Tupfen gepaart wurde. Die Nachzucht daraus ergab zwar eine farbliche Verbesserung, aber auch lange Rücken, die Federfüßigkeit und der Kamm der Federfüßigen vererbten sich über Jahre hartnäckig. Um den Typ zu verbessern stellte ich eine schön gezeichnete 0,1 perlgraue mit weißen Tupfen an einen 1,0 rot getupft. Die Nachzucht daraus ergab Tiere schwarz mit weißen Tupfen. Diese Nachzuchthennen kamen wieder an einen 1,0 rot getupft, aus dieser Verpaarung kamen dreifarbige, ähnlich den gold - porzellanfarbigen, das Zuchtergebnis aus dreifarbig mal rot getupft waren ca. 60 % rot mit weißen Tupfen und ca. 40% dreifarbige.

Nach Jahren konsequenter Auswahl der Zuchttiere legte sich das anfängliche bunte farbliche Durcheinander und die Farbe festigte sich, so dass die Hähne jetzt eine dunkel mahagonifarbige Grundfarbe haben, auf dieser kommt der weiße Tupfen besonders schön zur Geltung. Die 1,0 sollen im Schmuckgefieder auf jeder Feder eine kleine weiße Endzeichnung (Perle) haben. Die Brust-, Schenkel- und Bauchfedern sollen möglichst mit runden reinweißen Endtupfen gezeichnet sein. Die Handschwingen sind rot mit weißem Außenrand, die Armschwingen Innenfahne ist weiß, Außenfahne ist rot mit weißen Federenden, so dass der zusammengelegte Flügel mit rotem Flügeldreieck und weißer Treppenzeichnung erscheint. Die großen Flügeldeckfedern (Binden) sind satt rot mit runden weißen Endtupfen.

Betrachtet man sich nur die Flügelzeichnung erkennt man sofort, dass die Rot mit weißen Tupfen eine der schwierigsten Farben bei den Chabo sind.

Der Schwanz sollte weiß sein, die Nebenbesichelung mit mehr oder weniger roten Einlagerungen. Die weiße Schwanzfarbe ist schwierig hinzubekommen, da die Hähne dazu neigen eine beige-graue Schwanzfarbe zu bekommen, die weißschwänzigen Hähne haben häufig auch zuviel weiß in den Schwingen.

Die Hennen sind in der Grundfarbe nicht ganz so rot wie die Hähne, haben aber auch eine dunkle rot – braune Grundfarbe, alle Federn des Körpergefieders sollten mit runden weißen Endtupfen gezeichnet sein. Der Schwanz ist rot, nach den Enden hin weiß. Flügelzeichnung wie beim Hahn. Augenfarbe orangerot, Läufe gelb.

Obwohl die Zucht der roten mit weißen Tupfen nicht einfach ist, wünsche ich dieser aparten Farbe viele Züchter.

Hartmut Renken

Rotgeschultert

Rotgeschultert

    • 1,0 Rotgeschultert

      Züchter: Andreas Prix

Beschreibung

HAHN: Kopf und Hals rahmweiss; einzelne hellgelbe Federn im Halsbehang gestattet; Oberrücken, Schultern und Flügeldecken gelblichrot; große Flügeldeckfedern (Binden) vorwiegend rahmweiss; Flügeldreieck rahmweiss; Brust und Bauch rahmweiss; Schwanz weiß.

HENNE: Kopf und Hals rahmweiss, im unteren Teil etwas heller gelb gestattet; Rücken und Flügeldecken gelblichrot bis hellbraun, jedoch Flügeldreieck rahmweiss; Brust und Bauch rahmweiss; Schwanz weiß; Augenfarbe: orangerot; Lauffarbe: gelb. Grobe Fehler: rötliche Farben in Kopf-, Hals- und Brustgefieder; andersfarbige Federn in Schwingen und Schwanz.

Schwarz mit dunklem Kamm und Gesicht

Schwarz mit dunklem Kamm und Gesicht

    • 0,1 Schwarz mit dunklem Kamm und Gesicht

      Züchter: Karl-Heinz Ewers

    • 1,0 Schwarz mit dunklem Kamm und Gesicht

      Züchter: Karl-Heinz Ewers

    • 1,2 Schwarz mit dunklem Kamm und Gesicht

      Züchter: Heinz Hanebuth

Beschreibung

Sattes Schwarz, leichter Purpurglanz gestattet.

Augenfarbe: dunkelkastanienbraun.

Lauf- und Sohlenfarbe: schwarz.

Grobe Fehler: Orange Augenfarbe

Schwarz mit rotem Kamm und Gesicht

Schwarz mit rotem Kamm und Gesicht

    • 0,1 Schwarz mit rotem Kamm und Gesicht

      Züchter: Otto Rieksneuwöhner

    • 0,1 Schwarz mit rotem Kamm und Gesicht - gelockt

      Züchter: Frank Haase

    • 1,0 Schwarz mit rotem Kamm und Gesicht

Beschreibung

Sattes Schwarz mit grünem Glanz.

Augenfarbe orangerot bis hellkastanienbraun.

Lauffarbe: gelb mit schwarzem Anflug,

Sohlen: gelb.

Grobe Fehler: violetter Glanz

Züchter Information von Stefan Raindl

Schwarze Chabo auf grünem Rasen sind eine Augenweide - besonders dann, wenn die Sonne den Gefiederglanz optisch noch etwas begünstigt. Bei den Einfarbigen ist man geneigt, die Zucht als einfach zu bezeichnen. So ist es aber nicht, denn es gibt verschiedene Ausprägungen. Man muss sich Hühnerschwarz am besten als einen Anstrich vorstellen, der anderes zudeckt als man es gewöhnt ist. Sehr schön sieht ein leuchtend käfergrüner Glanz auf dem schwarzen Gefieder aus. Dies ist bei Hennen einfacher zu erzielen als bei den Hähnen. Letztere neigen bei schönem Grünglanz oft zu rötlichen oder silbernen Einlagerungen im Halsbehang. Da reicht das Schwarz nicht, um die darunter liegende Farbe abzudecken.

Der besondere Reiz in der Zucht liegt darin, den gewünschten Kontrast bestehend aus dem gelben Schnabel, den gelben Beinen, lackschwarzem Gefieder und rotem Kopf zu erreichen. Weil dies nicht ganz so einfach ist, wird auch eine gelbe Sohlenfarbe als ausreichend angesehen. Um auf Dauer rotgesichtige Schwarze zu erzielen, ist es notwendig, immer wieder die in der Nachzucht anfallenden dunkelgesichtigen (weißhäutige) als Ausgleich einzusetzen. Deren Küken sind beim Schlupf ganz schwarz, während die normalen Küken des Farbenschlags auf der Oberseite schwarz und an der Brust und Unterseite weißlich bis gelblich sind. Eine solche Kükenschar lässt das Herz hoher schlagen.

Stefan Raindl

Schwarz mit weissen Tupfen

Schwarz mit weissen Tupfen

    • 0,1 Schwarz mit weissen Tupfen

      Züchter: Meyer

    • 0,1 Schwarz mit weissen Tupfen - gelockt

      Züchterin: Jule Dietrich

    • 10 Schwarz mit weissen Tupfen

      Züchter: Jürgen Busse

Beschreibung

Satte, schwarze Grundfarbe mit Grünlack; möglichst alle Federn mit weißen, gut abgesetzten Endtupfen - auch in den Schwingen sowie den Steuerfedern und Sicheln der Hähne; gleichmäßige Tupfenzeichnung erwünscht; einige reinweiße Handschwingen gestattet; im Gesamtbild muss der schwarze Farbton vorherrschen (Tiere werden von Jahr zu Jahr im Gesamtbild heller).

Augenfarbe:orangerot;

Lauffarbe: gelb mit leichtem grauem Anflug.

Grobe Fehler: Säumung statt Tupfen; einfarbige weiße Federn im Schwanz; Schilf; fehlende Zeichnung im Halsbehang und im Sattelbehang des Hahnes.

Züchter-Information von Heinz-Hermann Huhs

Seit Jahren ist der Farbenschlag schwarz mit weißen Tupfen unter den Züchtern am stärksten verbreitet. Deshalb stellt dieser Farbenschlag auch auf Groß- oder Sonderschauen immer das größte Kontingent an Tieren. Warum ist das eigentlich so? – denn ein einfach zu züchtender Farbenschlag sind die Schwarzen mit weißen Tupfen sicherlich nicht.

Ich beschäftige mich jetzt schon seit über 20 Jahren mit dieser Farbe und stelle fest, meine Nachzucht fällt nicht jedes Jahr überein aus. Obwohl ich bei der Zusammenstellung der Zuchtstämme darauf achte, dass keine Tiere mit größeren Fehlern in die Zucht kommen, staune ich immer wieder über die Ergebnisse.

Im Gesamtbild muss der satte, schwarze Farbton mit Grünlack vorherrschen. Das Ideal wäre auf jeder Feder ein gut abgesetzter weißer Endtupfen. Die Bindenzeichnung ist nicht so ausgeprägt, wie bei anderen Rassen in diesem Farbenschlag. Wenn auch der Hahn das Zeichnungsbild der Hennen nicht erreicht, sollte er aber im Sattel und Halsbehang (Schmuckgefieder) unbedingt Zeichnung zeigen.

Tiere mit guter und gleichmäßiger Tupfenbildung neigen immer wieder zu nicht durchgefärbten Steuerfedern und Handschwingen. Zum Teil sind dann auch die Köpfe schon zu weiß. Hier liegt sicherlich die größte Schwierigkeit dieses Farbenschlages. In die Zucht müssen aus diesem Grund Tiere eingestellt werden, die in diesen Federpartien komplett durchgefärbt sind, die aber bedingt dadurch eine weniger gleichmäßige Tupfung aufweisen.

Verbreitet haben sich auch vielerorts Hähne mit sichtbarem Schilf in den Schwertern. Diese Tiere können nicht mehr mit der Note „sg“ bewertet werden, weil diese für die Zucht unbrauchbar sind.

Weiße Federn in den Handschwingen werden toleriert, wenn sie von außen nicht sichtbar sind.

Ob Hahn oder Henne, die Tupfen sollen klar und abgegrenzt sein - eine Säumung der schwarzen Federn reicht nicht aus.

Nur wenige Tiere halten ihr Zeichnungsbild auch im zweiten Jahr. Diese Tiere sind sicherlich für die Nachzucht wertvoll. Die meisten Tiere hellen von Jahr zu Jahr deutlich auf, weshalb Alttiere selten in den Schauen gezeigt werden. Bei den Schwarzen mit weißen Tupfen werden orangerote Augen und gelbe Läufe gefordert – alles andere gibt Punktabzüge.

Heinz-Hermann Huhs

Schwarz-Gold

Schwarz-Gold

    • 0,1 Schwarz-Gold

      Züchter: Lütkehellweg

    • 1,0 Schwarz-Gold

      Züchter: Konrad Müller

    • 1,0 Schwarz-Gold - gelockt

      Züchter: Lütkehellweg

Beschreibung

Zeichnungsanlage wie beim Farbenschlag Schwarz-Silber - jedoch an Stelle von silberweiß goldorangefarbig; übriges Gefieder tiefschwarz mit Grünglanz.

Augenfarbe: orangerot bis kastanienbraun;

Lauffarbe: gelb mit grauem Anflug.

Grobe Fehler: Zeichnungsfehler wie beim Farbenschlag Schwarz-Silber; zu helle oder zu rotbraune Zeichnungsfarbe; dunkle Farbe an Kämmen, Kehllappen und Gesicht.

Züchter Information von Konrad Müller

Die Schwarz-Goldenen sind ein alter Farbenschlag, der bislang noch keine große Verbreitung gefunden hat. Dies völlig zu unrecht, weil es ein sehr schöner Farbenschlag ist. Wie bei anderen gezeichneten Farbenschlägen auch ist nur mit guter Vorbereitung das Zeichnungsziel zu erreichen. Die spannende Auseinandersetzung mit den Eigenheiten und den auftretenden farblichen Streuungen hält offensichtlich viele Züchter davon ab, dieses sehr attraktive Hühnchen über einen längeren Zeitraum ernsthaft zu züchten. Zugegeben - es gehören etwas Geduld und Ausdauer dazu. Eigentlich sind es nur ein paar gesäumte Federn im Vorderhalsbereich, die über viele Jahre immer wieder für Diskussionen sorgten. Unstrittig ist, dass wir gegenwärtig den besten Zeichnungstand erreicht haben, den es je gab.

Überlässt man unbeeinflusst den Farbenschlag in der Vermehrung, dann wird die Brustzeichnung immer heller, man kann auch sagen die Tiere werden immer bunter. Umgekehrt ist es so, dass Tiere mit ganz schwarzer Brustfarbe verpaart mit der Zeit zu dunkel werden. Der Fokus ist also auf eine gezielte Auswahl der Tiere zu richten. D. h. immer wieder sind Tiere mit überzeichneter Brust einzusetzen. Die Mischung aus schwach und stärker gezeichnet Tieren geben den Erfolg. Dazu stellt sich dann die jeweils eigene Erfahrung ein. Mit dieser Kenntnis ist eine Einstammzucht möglich, denn die wunderbaren Tiere, die bei Ausstellungen gezeigt werden, bestätigen dies sehr nachhaltig. Aus meiner nun 30 jährigen Erfahrung gebe ich die Empfehlung lieber nur einen Farbenschlag - und den sehr intensiv - als 2 oder 3 verschiedene zu züchten. Wenn den Tieren noch ein grüner Auslauf geboten kann, dann kann man sich täglich an den schönen Anblick erfreuen.

Konrad Müller

Schwarz-Silber

Schwarz-Silber

    • 0,1 Schwarz-Silber

      Züchter: Elling-Niederostheide

    • 0,1 Schwarz-Silber

      Züchter: Andreas Prix

    • 1,0 Schwarz-Silber - gelockt

      Züchter: Andreas Prix

Beschreibung

HAHN: Kopf silberweiß; Hals- und Sattelbehang silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen; Flügeldecken silberweiß; übriges Gefieder tiefschwarz mit grünem Glanz; silberfarbige Säumungder Vorderhalsfedern gestattet.

HENNE: Kopf möglichst silberweiß, schwarz durchsetzt gestattet; Halsbehang silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen; übriges Gefieder tiefschwarz möglichst mit Grünglanz; silberfarbige Säumung der Vorderhalsfedern gestattet.

Augenfarbe: orangerot bis kastanienbraun;

Lauffarbe: gelb mit grauem Anflug .

Grobe Fehler: bis auf die Brust reichende silberfarbige Vorderhalssäumung; silberfarbige Säumung und weiße Federkiele auf der Brust; weiß im Flügeldreieck beim Hahn; Mantelzeichnung bei der Henne; rein schwarzer Kopf; gelber Anflug; dunkle Farbe an Kämmen, Kehllappen und Gesicht.

Silberfarbig gebändert

Silberfarbig gebändert

    • 0,1 Silberfarbig Gebändert

      Züchter: K.-H. Ewers

    • 0,1 Silberfarbig-Gebändert

      Züchter: Hans Beckmann

    • 1,0 Silberfarbig-Gebändert

      Züchter: K.-H. Ewers

Beschreibung

HAHN und HENNE in der Zeichnungsanlage wie bei Rebhuhnfarbig-Gebändert - jedoch beim Hahn silberweiß, bei der Henne blaugrau bis stahlgrau anstatt goldbraun; Untergefieder lichtgrau bis schiefergrau;

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb mit leichtem gräulichen Anflug.

Grobe Fehler: viel Rost im Schmuckgefieder des Hahnes; schwarze Köpfe; mangelhafte Bänderungsanlage bei der Henne

Züchter Information von K.-H. Ewers

Ein nicht oft zu sehender Farbenschlag. Es gibt nur ganz wenige Zuchten in Deutschland. Diesen Farbenschlag hat es nach alten Überlieferungen wohl vor dem Krieg schon mal gegeben, konnte jedoch nicht über die schlimme Zeit hinweg gerettet werden.

Somit war dieser Farbenschlag für viele Jahre verschwunden. Irgendwann sind dann durch Zufall oder gezielte Zuchtversuche wieder einige Tiere zu sehen gewesen. Bei mir sind vor vielen Jahren einmal zwei Hennen aus rebhuhnfarbig-gebändert gefallen, die ich schon lange Jahre züchte. Mich hat es gereizt, diese Farbe vielleicht wieder aufleben zu lassen. Ich machte Versuche über Siro und auch mit überzeichneten Schwarz-silber, was aber beides nicht viel brachte. Da ich auch den Farbenschlag Silber-weizenfarbig züchte, wo auch immer mal Hähne fallen, die fast weiß im Hals- und Rückenbereich sind. Ein solcher Hahn mit Schaftstrichzeichnung kam zum Einsatz und brachte sofort Erfolg bei den Hennen. Hähne, die dann im Rücken sauber, sprich: ohne Braunanteil fallen, sind recht selten. Hier wird mal wohl noch einige Zeit zu kämpfen haben. Hennen in guter Farbe bekommt man recht schnell hin, jedoch die Hähne sind eine Herausforderung. Bei diesem schönen Farbenschlag kann man nur mit Geduld weiter kommen. Für einen Anfänger oder Preisjäger wohl eher nicht geeignet.

Von den wenige Zuchten, die es gibt, kann meistens der eine vom anderen nichts gebrauchen, um besser voran zu kommen. Die Linien sind augenscheinlich zu unterschiedlich. Bei der einen Zucht sehr chabohafte Typen und keine richtige Farbe, bei der anderen die bessere Farbe, aber an den Typen muss noch gearbeitet werden. Diese Farbe ist noch ein wenig schwerer zu züchten als rebhuhnfarbig-gebändert.

Was bei Rebhuhnfarbigen an Fehlfarben fällt, verhält sich bei den Silberfarbigen ähnlich. Silberfarbig-gebändert – eine Herausforderung an den Züchter. Belohnt wird man mit wenigen Tieren in einem wunderschönen Farbspiel, was halt den Reiz ausmacht, diesen Farbenschlag zu züchten und weiter zur Perfektion zu bringen.

K.-H- Ewers

Silberhalsig

Silberhalsig

    • 0,1 Silberhalsig

      Züchter: Udo Ahrens

    • 0,1 Silberhalsig

      Züchter: Hermann Seeböck

    • 1,0 Silberhalsig

      Züchter: Anton Bauer

Beschreibung

HAHN: Kopf silberweiß; Hals silberweiß mit schwärzlichen bis graumelierten Schaftstrichen; Sattel silberweiß mit schwachen Schaftstrichen oder ohne Schaftstriche; Flügeldecken und Rücken weiß; Handschwingen schwarz mit weißem Außenrand; Armschwingen-Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß (Flügeldreieck); Brust, Bauch undSchenkel schwarz; Flügelbinden und Schwanz schwarz mit Grünglanz.

HENNE: Kopf- und Halsgefieder silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen; Mantelgefieder silbergrau mit schwarzer Rieselung und weißer Nervzeichnung; Brust lachsfarbig; Schenkel, Bauch und Schwanz grau;

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb mit leichtem, gräulichem Anflug.

Grobe Fehler: Schwarze Köpfe; beim HAHN: starker gelber Anflug; rot auf Schultern und Rücken; zu stark gezeichnete Brust; bei der HENNE: breite Säumung im Mantelgefieder.

Züchter Information von Beat-Stefan Suter

Es war Liebe auf den ersten Blick als ich mit ungefähr elf Jahren das erste Mal Bilder von Chabo zu Gesicht und kurz darauf von meinen Eltern meine ersten Tiere (Butschi) bekam. Mit Begeisterung fing ich an zu züchten. Als etwas später auch noch einige Italiener-Zwerge den Weg in meine Volieren fanden, erwachte in mir der Wunsch, auch goldhalsige und silberhalsige Chabo zu halten - dies noch umso mehr als bereits damals Aquarelle mit Chabo zirkulierten, auf denen in Anlehnung an andere europäische Rassen diese Farben ganz einfach auf Chabo übertragen worden waren. Entsprechende Tiere gab es allerdings (zumindest in der Schweiz) nirgends und alle gestandenen Züchter rieten mir von meinen “Träumen” mit der Begründung ab, diese Farben seien im Erbgut der Chabo schlicht nicht vorhanden und deshalb ohne Einkreuzung anderer Rassen unmöglich zu erreichen. “Fremdanleihen” kamen für mich aber nicht in Frage. Die Lektüre von Büchern über Vererbungslehre ermutigte mich schließlich aber doch zu Experimenten innerhalb der Chabo-Familie selber. Verschiedene Kreuzungen in Verbindung mit exakter Fallnestkontrolle ergaben denn auch rasch viel versprechende Resultate. Dabei kam mir die Farbtafel über sieben verschiedene Abstufungen der Wildfarbe bei Küken im Buch “Vererbung bei Hühnern und Tauben” von Friedrich Regenstein (Oertl + Spörer/1970) sehr zu Hilfe. Genaue Abstammungs-Kontrolle jedes Kükens und die minutiös festgehaltene Farbintensität seines Kükenflaums halfen mir dann jeweils, die erfolgversprechendste Zusammensetzung der neuen Zuchtstämme zu finden. Gerade als ich sowohl in gold- wie auch in silberhalsig (die beiden Farben entsprechen sich ja und sind genetisch nur gerade durch den Silberfaktor auf dem Geschlechts-Chromosom unterschiedlich) erste recht ansehnliche Tiere gezogen hatte, musste ich aus beruflichen Gründen meine gesamte Zucht aufgeben. Leider hat sich damals niemand der Weiterzüchtung meiner Tiere angenommen und so ging das bereits Erreichte wieder verloren. Der Wunsch nach gold- und silberhalsigen Chabo aber blieb. Als ich nach fast drei Jahrzehnten die Chabo-Zucht schließlich wieder aufnahm, durfte ich erfreut feststellen, dass sich mittlerweile auch andere Züchter mit Erfolg der Erzüchtung dieser Farbenschläge angenommen hatten und vor allem M. Bartl auch einige asiatische Tiere eingeführt hatte, die dem Zuchtziel bereits recht nahe kamen. Wie aber sieht nun dieses Zuchtziel für Silberhalsige Chabo aus?

HAHN: Kopf silberweiss; Hals silberweiss mit schwärzlichen bis graumelierten Schaftstrichen, Sattel silberweiß mit schwachen Schaftstrichen oder ohne Schaftstriche; Flügeldecken und Rücken weiß; Handschwingen schwarz mit weißem Außenrand; Armschwingen-Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß (Flügeldreieck); Brust, Bauch und Schenkel schwarz; Flügelbinden und Schwanz schwarz mit Grünglanz.

HENNE: Kopf und Halsgefieder silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen; Mantelgefieder silbergrau mit schwarzer Rieselung und weißer Nervzeichnung; Brust lachsfarbig; Schenkel, Bauch und Schwanz grau.

Soweit das Zuchtziel für Silberhalsige, das nun allerdings bei den Chabo noch nicht in der Perfektion der europäischen Rassen erreicht ist. Insbesondere die bei den Hennen häufig noch viel zu helle Lachsbrust, aber auch das oft noch viel zu stark bräunliche Mantelgefieder lassen noch gewichtige Wünsche offen. Dabei kommt allerdings gerade auch dem Hahn eine Schlüsselrolle zu, denn je reiner schwarz seine Brust gefärbt ist und je deutlicher die feinen schwarzen Schaftstriche im Halskragen vorhanden sind, desto intensiver fällt bei den Hennen die Lachsfarbe der Brust aus und wird der bräunliche Unterton im gesamten Gefieder verdrängt - wogegen von einem Hahn mit einer stark weiß durchzogenen/gezeichneten Brust auch vorwiegend hell- bis fast weißbrüstige Hennen fallen. Das erklärt sich dadurch, dass die Lachsfarbe genetisch eine Verdünntfarbe von Schwarz darstellt.

Noch ist der Weg hin zu einer farblichen Festigung der gewünschten Zeichnung nicht zu Ende beschritten. Der Aufwand und der Einsatz der derzeit leider noch sehr wenigen Züchter lohnen sich aber bestimmt, denn die farblich kontrastreichen Gegensätze (insbesondere bei den Hennen) sind äußerst attraktiv. Für den Zeitpunkt, in dem Zeichnung und Farbe ausreichend gefestigt sein werden, darf diesem Farbenschlag deshalb schon heute ein großer Liebhaberkreis vorausgesagt werden.

Beat-Stefan Suter

Silber-Weizenfarbig

Silber-Weizenfarbig

    • 0,1 Silber-Weizenfarbig - gelockt

      Züchter: Christel Schmidt

    • 0,1 Silber-Weizenfarbig - seidenfiedrig

      Züchterin: Christel Schmidt

    • 1,0 Silber-Weizenfarbig

      Züchter: Karl-Heinz Weselmann

Beschreibung

HAHN: Kopf, Hals- und Sattelbehang strohgelb mit schmaler silbriger Säumung und bräunlicher Schaftstrichzeichnung im unteren Teil; Flügeldecken und Rücken sattorange; Binden schwarz mit grünem oder bläulichgrünem Glanz; Handschwingen schwarz mit weißlichem Außenrand; Armschwingen-Innenfahne schwarz, Außenfahne gelblichweiß (Flügeldreieck), dazwischen bräunlicher Überlauf gestattet; Brust, Bauch, Schenkel schwarz; Schwanz schwarz mit grünem Glanz; silbrige Säumung der unteren Nebensicheln.

HENNE: Kopf semmelfarbig; Halsbehang mattbraun mit silbriger Säumung; wenig mattschwarze Einlagerung im unteren Teil gestattet; Rücken und Mantel hellweizenfarbig; Flügeldreieck etwas dunkler; schwarz auf der Innenfahne von Arm- und Handschwingen; Brust, Bauch und Schenkel elfenbeinfarbig; Schwanz grauschwarz mit bräunlicher Schattierung; etwas abweichende Tönung des Gesamtbildes gestattet; Untergefieder hellgrau, hellweizenfarbig gestattet.

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: beim HAHN: zu brauner, zu weißer oder stark fleckiger Halsbehang; viel dunkelbraun in Flügel und Decken; viel silber in Schwanz und Brust; bei der HENNE: weiße Brustpartie; fast weiße Rücken- und Kissenpartie; fehlendes silber im Halsbehang; starke Mantel- und Armschwingenzeichnung; Moos oder Pfeffer im Mantelgefieder.

Weiss

Weiss

    • 0,1 Weiss

      Züchter: Sven Pretzlaff

    • 1,0 Weiss - gelockt

      Züchter: Udo Ahrens

    • 1,0 Weiss - seidenfiedrig

      Züchter: Michael Muschall

Beschreibung

Weiß, etwas gelber Anflug setzt in der Bewertung nur gegenüber figürlich gleichwertigen Tieren zurück.

Augenfarbe: orangerot,

Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: starker gelber Anflug; andersfarbene Federn; zu helle und grünliche Lauffarbe.

Züchter Information von Anna Lena Mügge

Weiße Chabo verkörpern mittlerweile einen der klassischsten und ältesten Farbenschläge der Chabo- Populationen. Wahre Raritäten. Doch leider sind sie nur noch sehr selten auf den Schauen und generell in den Zuchtanlagen der Züchter auf der ganzen Welt vertreten. Schreckt es vielleicht viele Züchter ab weiße Chabo zu züchten, weil das Gefieder reinweiß sein soll? Der Pflegeaufwand ist klar größer als bei anderen Farbenschlägen aber die weißen sind es Wert, in Ihrer Reinheit weiter verbreitet und gezüchtet zu werden. Es handelt sich dabei um eine Art von Huhn die einem jeden Tag durch den Anblick für die ganze Arbeit und Mühe entlohnt.

Wenn im Frühjahr die gutmütigen Glucken die weißgelben besonders zierlich wirkenden Küken aufziehen und die schneeweißen Tiere im Garten auf dem frischgrünen Rasen ihr Leben genießen, dann wird das Züchterherz erfreut und macht Mut die doch oft etwas stressige Ausstellungsphase anzugehen.

Im Herbst des vorherigen Jahres stellt man voller Enthusiasmus Zuchtstämme mit jahrelanger Erfahrung und gutgemeinten Tipps von anderen Züchtern die Elterntiere so zusammen, dass man eigentlich sehr beruhigt auf die Ausstellungstiere des nächsten Jahres warten könnte. Dennoch macht es Mutternatur einem nie leicht. Leider ist es durch Artstandards nie möglich alle Küken, über die man sich so freut, zu behalten. Auch die anhand des Standards erwählte Elite, die man zur Ausstellung einsetzen will, kann durch den hohen Arbeitsaufwand, wie z.B. durch das gründliche Waschen und Schaufertig machen einem den Ehrgeiz etwas dämpfen.

Die kleinen weißen Japaner im Hühnerstall sind einfach liebenswert. Die Züchterfreude die einen packt, wenn die schönen Weißen durch das bunte Herbstlaub laufen macht alles wieder wett und ermuntert einen immer wieder aufs Neue die auch oft besonders pflegebedürftigen Tiere weiterzuzüchten und das seltene noch verbliebene Erbgut so lang es geht noch der Chabo- Diversität zu zufügen.

Anna-Lena Mügge

Weiss mit blauem Schwanz

Weiss mit blauem Schwanz

    • 0,1 Weiss mit blauem Schwanz

      Züchter: Christian Weigel

    • 0,1 Weiss mit blauem Schwanz - gelockt

      Züchter: Bundschuh

    • 1,0 Weiss mit blauem Schwanz

      Züchter: Christian Weigel

Beschreibung

Zeichnung wie bei Weiß mit schwarzem Schwanz. Anstatt schwarz jedoch sattes graublau, beim Hahn etwas dunkler.

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: blaue Halszeichnung; starker gelber Anflug auf den Flügeldecken; überwiegend weiße Schwanzfedern; viel schwarz im Schwanz oder Grünglanz,

Züchterinformaton von Christian und Franziska Bundschuh

Die unvergleichbare Eleganz dieser Farbkombination lässt jedes Züchterherz höher schlagen. Der Farbübergang vom Weißen ins Blaue ist ebenso beeindruckend, wie bei den Chabos Weiß mit schwarzem Schwanz, nur noch eine Idee eleganter.

Auch die Zucht ist entschieden schwieriger. Um eine gleichmäßige blaue Farbe in dem Schwanzgefieder zu erhalten, benötigt man viel Geduld, da bei manchen Tieren die Farbe ins Hellblaue bzw. in ein dunkles Blaugrau übergeht. Diese Thematik hat schon Diskussionen über das „perfekte Blau“ hervorgerufen. Außerdem ist es möglich, dass bei den hellen Tieren vermehrt Schilf auftritt und wiederum bei den dunklen Tieren können mitunter schwarze Schwanzfedern zum Vorschein kommen.

Eine gewisse Überraschung erwartet den Züchter bei dem Nachwuchs im Hinblick auf die zukünftige Farbe der Schwanzfedern. Nach etwa zwei bis drei Wochen muss man dann leider feststellen, dass der Großteil der Kücken einen schwarzen Schwanz hat. Dies bringt allerdings keinen Nachteil für die zukünftigen Zuchttiere. Man sollte beachten, dass diese „dunkleren“ Tiere ausschließlich für die Nachzucht von blauschwänzigen Chabos geeignet sind, da eine Einkreuzung mit „Siros“(weiß mit schw. Schwanz) zu einer unvermeidlichen Aufhellung der Schwanzfedern führt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Züchter eine hohe Anzahl an Nachwuchs einplanen muss, um auf einer Ausstellung eine vorzeigbare Kollektion bieten zu können.

Christian und Franziska Bundschuh

Weiss mit schwarzem Schwanz

Weiss mit schwarzem Schwanz

    • 0,1 Weiss mit schwarzem Schwanz

      Züchter: Sven Böhm

    • 1,0 Weiss mit schwarzem Schwanz

      Züchter: Andreas Prix

    • 1,0 Weiss mit schwarzem Schwanz - gelockt

      Züchter: Meyer

Beschreibung

Kopf-, Hals- und Körpergefieder weiß; Hand- und Armschwingen mit weißer Außen- und schwarzer Innenfahne, sodass der geschlossene Flügel fast weiß erscheint; Steuerfedern schwarz, nach unten hin mit etwas verdecktem weiß; Haupt- und Nebensicheln schwarz mit schmaler, weißer Säumung erwünscht; Untergefieder weiß.

Augenfarbe: orangerot;

Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: schwarze Halszeichnung; starker gelber Anflug auf den Flügeldecken; überwiegend weiße Schwanzfedern.

Züchter Information von Werner Witzl

Dieser Farbenschlag ist der Klassiker des Chabo-Huhns. Die Farbe weiß m. schw. Schwanz ist eine verdrängte Kolumbiazeichnung und beim Hahn und Henne gleich. Das Halsgefieder soll sich nur rein weiß zeigen. Zuweilen fallen in der Zucht auch Tiere mit geringer Halszeichnung, also mit leichten schwarzen Farbeinlagerungen an. Bei der Bewertung wird diese Farbabweichung jedoch nicht toleriert. Das Schwarz erscheint auch in den Schwingen, das bei normal getragenen und geschlossen Flügel fast nicht zu sehen ist. Die schwarze Farbe erscheint also richtig sichtbar nur im Schwanz.. Wenn die zwei Schwertfedern beim Hahn -wie die Hauptsicheln genannt werden - und die Nebensicheln einen schmalen weißen Saum aufweisen, dann wird dies als besonders edel angesehen. Bei der Zusammenstellung der Zuchttiere wird sehr auf die intensive schwarze Farbe geachtet, denn bei einer sich selbst überlassenen Paarung neigt die Farbe zur Aufhellung. Die Zucht bleibt allein schon deshalb ein ganzes Leben spannend. In diesem Farbenschlag gibt es meist ganz typische Vertreter in Form und Größe (700g), was zudem den besonderen Reiz ausmacht. Weißes Gefieder kann das ganze Jahr schön sein, wenn eine Überbelegung im Stall und im Auslauf vermieden wird. Die Aussteller werden vor der Schau die Tiere waschen. Dazu ist nicht viel Übung notwendig. Zu beachten ist nur, dass es mindestens drei Tage vor der Bewertung sein sollte.

Die Hennen sind noch ganz sichere Naturbrüter. Für die kleineren Zuchten erübrigt sich dadurch ein Brutapparat. Die zutraulichen Tiere besonders im Familienverbund zu beobachten, wenn sie im Garten nach Insekten jagen, ist eine Faszination. Schlicht und einfach, sie fügen sich gut in den Garten ein, zieren meinen Rasen und ergänzen die Blumenpracht meiner Frau. Wetten bei Ihnen wird es nicht anders sein.

Werner Witzl

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